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MedForum » Anwendungen/Medikamente » Schmerztherapie » Threadansicht

Autor Thread - Seiten: > 1 < [ 2 ]
000
27.06.2010, 19:42 Uhr
panda13
2

Hallo zusammen,

ich wollte mal fragen, ob hier jemand Erfahrungen mit speziellen Methoden der Schmerztherapie hat.

Nach 3 Jahren Schmerzen habe ich leider zunehmend Probleme mit der Einnahme von typischen Schmerzmitteln (Ibuprofen, Voltaren, Celebrex, Arcoxia). Trotz Vorbeugung durch Magenschutzmittel (habe ebenfalls verschiedene probiert) reagiert mein Körper mit heftigen Magenschleimhautentzündungen (beginnendes Magengeschwür) und zusätzlich mit Hautreaktionen und bei Arcoxia mit Kreislaufproblemen.

Mittlerweile glaube ich, dass mein Körper eine Art "Allergie" auf diese Wirkstoffe entwickelt hat. Dabei sind die Medikamente ja nicht nur schmerzlindernd sondern auch entzündungshemmend und diese Wirkung würde meinem ziemlich ramponierten Knie und den geschädigten Rückenstrukturen (Facettenarthrose und Bandscheibenvorfall) schon nützen...

Ich habe nun fast ein halbes Jahr lang intensiv Neuraltherapie erhalten - das ist zwar kurzfristig wirkungsvoll, aber auch hier stellt sich mittlerweile ein Gewöhnungseffekt ein.
Akupunktur, Kinesiotaping, Physiotherapie tun gut, helfen aber nicht genug.

Opiate kann ich nur bedingt einsetzen, weil ich dadurch nicht mehr "alltagstauglich" bin - als berufstätige Mutter kann ich aber nicht wirklich langfristig auf Autofahren etc. verzichten. Wenn ich aber diese Mittel in der notwendigen Dosis nehme, bin ich nicht einsatzfähig...

Aktuell versuche ich die Liebscher-Bracht-Schmerztherapie - mal sehen, ob diese eine Möglichkeit bietet. Die erste Therapie hat mich anschließend für 2 Tage in die Schmerzhölle versetzt. Mal sehen, ob das bei den nächsten Terminen besser wird.
Hat jemand gute Erfahrungen damit gemacht?

Und: gibt es vielleicht einen Tipp, welche Schmerzmittel wirklich magenfreundlicher sind?

Im Sommer gehe ich in Kur, allerdings orthopädisch orientiert und nach meiner Erfahrung haben Orthopäden eher die üblichen Mittel "auf dem Schirm".

Ich bin dankbar für jeden Tipp - liebe Grüße von
panda 13
 
001
28.06.2010, 09:00 Uhr
panda13
2

Hey nochmal,

ich hatte ganz vergessen zu erwähnen, dass ich schon bei einer Schmerztherapeutin war (die hat die Neuraltherapie und die Akupunktur gemacht). Sie meinte, dass mein Nachteil die vielen Schäden an unterschiedlichen Stellen des Körpers seien, die insgesamt kaum zu kompensieren wären.
Zumal ich einfach nicht den Alltag habe, den man üblicherweise bei einem solchen Beschwerdebild hätte (z.B. als Rentner), sondern immer brav weiter funktioniere bis es irgendwann nicht mehr geht.
Deshalb steht nun auch eine Kur an, die hoffentlich den Weg nach oben einläutet.
Ehrlich gesagt klang die Schmerztherapeutin manchmal etwas ratlos.
Auch mein Orthopäde und Hausarzt schauen immer nur sorgenvoll und wissen nicht wirklich Rat. Operative Optionen sind umfassend abgeklärt und bestehen zur Zeit nicht.
Insofern muss ich mit der aktuellen Situation wohl leben - bis ich es irgendwann nicht mehr aushalte (dann steht ein künstliches Knie an - und wenn es im Rücken so weiter geht auch eine Wirbelsäulen-OP).

Aufgrund einiger nicht ganz so toller Erahrungen mit Ärzten (die mich durch eine mißglückte OP auch ein wenig in diesen Zustand gebracht haben) mache ich mich lieber selbst ein bißchen kundig - daher ist dieses tolle Forum einfach super!

Liebe Grüße von panda13
 
002
03.07.2010, 20:05 Uhr
kleinehexe
5

Hallo Panda,

ich kenne sehr wohl einige Leute, die mit Opiaten gut eingestellt sind und damit alltagstauglich sind. Nicht zu vergessen sei aber auch, dass wenn man eine Erkrankung, Einschränkung, ständige (chronische) Schmerzen bzw Behinderung hat, man sowieso nicht "so" alltagstauglich ist wie ein gesunder Mensch.
Mit diesen Medikamente wie z. B. Opiate wird man von einem explizit ausgewiesenen Schmerztherapeuten "eingestellt" und nimmt diese dann regelmäßig. Dies ist ein längerer Prozess, bei dem auch andere Aspekte mit berücksichtigt werden, werden sollten !!!!

Gruß, Gisela
--
Ich weiß, dass ich nichts weiß ! (Platon/Sokrates)
 
003
06.07.2010, 18:58 Uhr
Mellimaus
5

Alle Medikamente die oben genannt sind gehören zu dem NSAR. Wenn du die nicht verträgst muss man höher greifen.
Hast du mal Targin probiert? Wird gut toleriert, die Medikamente bewirken nur in der Anfangszeit ein neben sich stehen. Nach eine Gewöhnungsphase kann man problemlos den Alltag damit absolvieren.
 
004
06.07.2010, 20:27 Uhr
kleinehexe
5

Hi nochmal,

Voltaren, Ibuprofen, etc sollten nur 3 Tage eingenommen werden (Empfehlung eines Schmerztherapeuten), da sie mehr als nur die Magenschleimhaut angreifen.
Paracetamol und Novalgin gehen nicht so auf den Magen, aber haben wie viele Schmerzmittel andere Nebenwirkungen. Bei mir half Novalgin (Novaminsulfon) überhaupt nicht, obwohl die relativ stak sind.
Aber wie schon erwähnt, ist dieses Rumgedoktere nicht gut, da MUSS ein *guter* Schmerztherapeut her und mit dem das dann alles ausführlichst besprechen. Denn der kennt sich von Paracetamol bis Morphium aus (sollte !!!).
Denn ich finde es hahnebüchen, was man Patienten so alles zum Schlucken gibt. habe auch Ibu monatelang genommen und das Zeug hilft nun mal nicht bei Nervenschmerzen.

Also.......
Gruß, Gisela
--
Ich weiß, dass ich nichts weiß ! (Platon/Sokrates)
 
005
06.07.2010, 21:34 Uhr
panda13
2

Hallo zusammen,

DANKE für die Rückmeldung!

Targin werde ich gerne mit meinem Schmerztherapeuten besprechen.

Novalgin hilft bei mir auch nicht (habe ich nach der OP längere Zeit nehmen sollen) - bringt nur meinen Kreislauf durcheinander, ändert aber an den Schmerzen nichts/nur wenig.

Paracetamol (Talvosilen forte - ist mit einem anderen Wirkstoff kombiniert) hat ebenfalls keine ausreichende Wirkung - zumal es ja auch nierenschädigend ist - wie fast alle Schmerzmittel...

Aktuell habe ich Tilidin und Celebrex bekommen wobei ich Celebrex magentechnisch überhaupt nicht vertragen habe.
Am Freitag bin ich wieder beim Schmerztherapeuten und dann sehen wir weiter.
Tilidin finde ich besser als Tramal bzw. Tramadolon, das ich von meiner vorherigen Schmerztherapeutin bekommen hatte (die sich für meine Begriffe nicht so gut auskannte). Vermutlich muss man einfach testen bis man das Passende findet.

Übrigens ist mein erster Eindruck von der Liebscher-Bracht-Therapie (2 Termine hatte ich) garnicht schlecht. Allerdings behandelt der Therapeut zunächst nur eine (weniger schlimme) Baustelle - meine Schulter. Ans Knie lasse ich ihn erst ran, wenn mein Vertrauen größer ist. Möchte da keine Verschlimmerung riskieren...

Ich habe heute mit meinem Chef besprochen, dass ich ab August beruflich etwas kürzer treten werde. Zwar mit finanziellen Einbußen - aber die akutelle berufliche Belastung ist für meine gesundheitliche Situation zu groß. Ist mir schwer gefallen - aber man lernt ja dazu...

Danke für eure Ratschläge und liebe Grüße von
Uschi
 
006
06.07.2010, 21:42 Uhr
kleinehexe
5

Ah, Uschi super,

schon ein Schritt in die richtige Richtung..... wir sind nicht gesund und müssen uns nach unserer Decke strecken. ich habe das nicht gemacht, bzw. nur bedingt und dann ist das Schiff gekentert........
Aus welcher Fachrichtung kommt Dein Schmerztherapeut ?
Und der Therapeut der Liebscher-Pracht macht, ist das ein Physio ?

Gruß, Gisela
--
Ich weiß, dass ich nichts weiß ! (Platon/Sokrates)
 
007
06.07.2010, 22:32 Uhr
panda13
2

Hey Gisela,

der Schmerztherapeut macht - neben vielen anderen Methoden - Liebscher-Bracht. Er ist Sportmediziner, Arzt für Naturheilkunde, Allgemeinmedizin, unterrichtet u.a. auch Akupunktur...
Ruhig, nett, vorsichtig und ich glaube auch mit ganzheitlicher Sicht.
Hoffentlich der richtige Begleiter für die Genesung - mein Gefühl ist positiv.
Ich muss jetzt zusätzlich einen Test auf Übersäuerung machen, weil er meinte, dass diese bei chronischen Schmerzen, vielen Medikamenten... auch eine Verschlimmerung bewirken kann.
Schaun wir mal...

Tja - ich hoffe, dass die Richtung stimmt. Die gesundheitlichen Probleme fordern halt ihren Preis und hätte ich nicht erkannt (übrigens u.a. durch dich!), wie chronischen Schmerzen wirken, wäre ich da noch nicht...

Also ein unsagbar dickes Dankeschön dafür - und welch ein Glück, dass es dieses Forum gibt....

Liebe Grüße von Uschi

Dieser Post wurde am 06.07.2010 um 22:36 Uhr von panda13 editiert.
 
008
06.07.2010, 22:38 Uhr
kleinehexe
5

...warum einen Test wegen Übersäuerung ?
Ob Dein Blut übersäuert ist oder ?
--
Ich weiß, dass ich nichts weiß ! (Platon/Sokrates)
 
009
06.07.2010, 23:12 Uhr
panda13
2

... weil Übersäuerung im Körper wohl Schmerzen verstärken kann bzw. sich negativ auf den Muskeltonus auswirkt.
Ursache dafür können u.a. viele Medikamente sein, aber auch Streß kann da verstärkend wirken und natürlich die Ernährung (die kann bei mir eher kein Faktor sein, weil ich mich sehr kohlenhydratarm ernähre).

LG Uschi
 
010
07.07.2010, 08:54 Uhr
kleinehexe
5

Hi Uschi,

ABER das Schlimmste was man sich und seinem Körper antun kann ist......STRESS ! Der macht was mit dem ganzen System ! Ärztestress, Schmerzstress, Operationsstress, Aktivitätsstress, Gesundwerdestress, Arbeitsstress, usw...usw...usw... Unser Gesellschaftssystem ist krank, wie soll man da gesund werden oder bleiben ???

Also, relax mal wieder und habe Spaß, beim Essen, beim weniger arbeiten, bei...
Gisela
--
Ich weiß, dass ich nichts weiß ! (Platon/Sokrates)

Dieser Post wurde am 07.07.2010 um 08:55 Uhr von kleinehexe editiert.
 
011
07.07.2010, 13:20 Uhr
ChristinaII.
6

Hallo Uschi,

vielleicht wäre eine Vorstellung in der TCM-Klinik vor Vorteil? http://www.tcm-klinik-koetzting.de/frameset.html

Es wäre vielleicht einen Versuch wert, um aus dem Kreislauf auszubrechen!

Ich wünsche Dir alles Gute!
Gruß, Christina
--
Tu Deinem Körper Gutes, damit Deine Seele Lust hat, darin zu wohnen. (Teresa v. Ávila)
 
012
07.07.2010, 18:04 Uhr
panda13
2

Liebe Gisela und liebe Christina,

vielen Dank für die Hinweise.
Das mit dem Stress stimmt auf jeden Fall.
Und die Idee mit der TCM-Klinik ist ebenfalls super.
Ich fahre allerdings im Sommer in Kur - angeblich gibt es in der Klinik auch TCM-Angebote. Aber eine richtige TCM-Klinik wäre sicher eine gute Idee.
Aus dem "Schmerz-Kreislauf" möchte ich auch gerne raus - ist nur schwierig und man findet nicht immer die richtigen Ärzte...
Aber ich bleibe am Ball und finde es super, dass ihr mir da neue Impulse gebt!

Danke nochmal und liebe Grüße von Uschi

Dieser Post wurde am 07.07.2010 um 22:49 Uhr von panda13 editiert.
 
013
30.07.2010, 12:44 Uhr
panda13
2

Hallöchen zusammen,

so viele orthopädisch geplagte Menschen und so wenige, die sich mit Schmerzen herumplagen bzw. neue Wege suchen, damit umzugehen - schade!!

Ich wollte nur kurz berichten, dass die Liebscher-Bracht-Therapie gewöhnungsbedüftig (weil recht schmerzhaft) ist, aber durchaus Erfolge bringt. Insbesondere die einfachen Übungen (Engpassdehnungen), die man lernt, tun mir - allerdings bislang nur der Schulter (Impingement, AC-Arthorse, Bursitis) gut. Wunder darf man nicht erwarten, aber ich kann meinen Arm besser heben und das ist doch schon was...

Insofern - wer es ausprobieren will - einfach googeln, dann kommt ihr auf die Homepage. Wirkt etwas kommerziell (ist es vermutlich auch), aber wer heilt hat Recht und in einem gewissen Moment sucht man ja gerne nach Alternativen.

Liebe Grüße von panda
 
014
01.08.2010, 09:46 Uhr
kleinehexe
5

Guten Morgen,

sehr viele gehen doch zum Arzt, da sie Schmerzen haben.
Nur, wenn man sich mit dem Thema Schmerzen auseinandersetzt, muss mann/frau mehreres betrachten. Denn Schmerzen - vorallem länger bestehende - (wie oben schon mal geschrieben) sind ein multifaktorales Geschehen. Da kann ich dann nicht einfach sagen....."Onkel Doktor richte mir doch bitte mal das Knie, etc." Da gehört dann mehr dazu. Mir ist es lange passiert, dass mein Orthopäde immer das Weite gesucht hatte, wie es über das orthopädische Problem mit meinem Knie hinaus ging. Wenn es um menschliche Aspekte geht, sind viel Ärzte überfordert.
Es haben ganz viele Menschen akut einen Bandscheibenvorfall und bemerken diesen überhaupt nicht, nur in besonderen Situationen wird er wahrgenommen (abgesehen von wirklich ganz heftigen mit Lähmungen, etc.).

In meinem Job musste ich mir auch immer überlegen, wenn ein Schüler z.B Bauchweh hatte, was ist das...?? Hm, Stress mit Muttern in der Früh oder hat er mit mir ein Problem oder mag er z.B Mathematik nicht oder hat er eine Infekt, etc..............?????

Soweit,
Gruß, Gisela
--
Ich weiß, dass ich nichts weiß ! (Platon/Sokrates)

Dieser Post wurde am 01.08.2010 um 09:59 Uhr von kleinehexe editiert.
 
015
01.08.2010, 13:48 Uhr
panda13
2

Hey Gisela,

ja - das stimmt - multifaktoral trifft es.
Aber mich ärgert immer, dass wenige Ärzte ganzheitlich an die Sache herangehen. Z.B. die Zusammenhänge zwischen einem ramponierten Gelenk und den überbelasteten anderen Strukturen nicht wirklich erkennen bzw. therapeutisch behandeln können.

Zumal z.B. ein Bandscheibenvorfall ja einfach auch sehr viel Unruhe in die umgebende Muskulatur bringt, die verkrampft sich, komprimiert Nerven... Da hilft es dann wenig, wenn der eigentliche Befund des MRT nicht dramatisch ist, die Schmerzen aber unsagbar nerven.
Bei mir wurde letzte Woche ein MRT der BWS und HWS gemacht, weil die Schulter keine Ruhe gibt und man weitere Wirbelsäulenschäden ausschließen wollte (einen BSvorfall habe ich ja schon in der LWS). Und wen wunderts: mittlerweile ist an C6/7 ein neuer Bandscheibenvorfall und an BWK 5 eine spondylophytäre Randkantenausziehung - nichts Schlimmes, aber anscheinend geht das mit den Folgebaustellen der Knieprobleme lustig weiter...

Dass die Psyche dabei natürlich wirklich eine nicht zu unterschätzende Rolle spielt, ist klar. Aber eben nur eine - die Störung des Gesamtsystems durch einen massiven Schaden ist der Auslöser und solange daran nicht viel zu tun ist, regiert der Ausnahmezustand im Körper.

LG Uschi
 
016
01.08.2010, 14:12 Uhr
kleinehexe
5

Genau,
und diesen Ausnahmezustand heißt es unter Kontrolle zu bringen, heißt, sich nicht irre machen zu lassen von Diagnosen, etc, heißt sich zu ENTSPANNEN (das A&O).... denn die verspannte Muskulatur macht Schmerzen und die Angst im Kopf und natürlich die strukturellen Schädigungen verstärken das Ganze...... ein Kreislauf......
Unsere Medizin ist ein apperative, operative, keine die das multifaktorelle Gebilde *Mensch* ansieht.
Ich merke genau bei jeder psychischen Belastung, wie meine Schmerzen nach oben gehen, natürlich auch bei körperlichen Belastungen.

Gruß, Gisela
--
Ich weiß, dass ich nichts weiß ! (Platon/Sokrates)

Dieser Post wurde am 01.08.2010 um 14:33 Uhr von kleinehexe editiert.
 
017
01.08.2010, 19:45 Uhr
panda13
2

... das stimmt. Ist nur nicht immer leicht...

Werde daran arbeiten und ansonsten einfach nach vorne blicken!

LG Uschi
 
018
03.08.2010, 12:55 Uhr
kleinehexe
5

@Mellimaus
beschreibe doch mal Deine Schmerzen.
LG; Gisela
--
Ich weiß, dass ich nichts weiß ! (Platon/Sokrates)

Dieser Post wurde am 03.08.2010 um 12:56 Uhr von kleinehexe editiert.
 
019
03.08.2010, 13:01 Uhr
Mellimaus
5

Ahc gefunden
Ja wie soll ich die Schmerzen beschreiben. Ein stechen neben/hinter der Kniescheibe vornehmelich wenn ich Treppen rauf laufe. Ansonsten Schmerzen wenn Druck auf die laterale Patellafacette kommt, wenn ich mich z.B, auf die Seite drehe und bei leicht angewinkeltem Knie Druck gegen/auf die KNiescheibe kommt oder wenn ich auf dem Bauch liege und den UNterschenkel lleicht anhebe ...
Eigentlich recht unspektakulär
 
020
03.08.2010, 13:09 Uhr
kleinehexe
5

@Mellimaus:
ist schon mal über chronischen Schmerz gesprochen worden bei Dir ?
Wie sieht es aus, wenn Du unter Stressbelastung stehst ?Hat das nen Einfluss auf Deine Schmerzen?
--
Ich weiß, dass ich nichts weiß ! (Platon/Sokrates)
 
021
03.08.2010, 13:16 Uhr
Mellimaus
5

Nö chronische Schemrzen wurden nie angesprochen. Bei Stress ändert sich auch nichts, es fänt nur an in der KNiekehle zu ziehen wenn ich viel laufe und beim sitzen(!) wird das KNie sehr warm. Aber nicht an der Spaltungstsrecke sondern unterhalb der äußeren ASK Narbe ...
 
022
03.08.2010, 13:25 Uhr
kleinehexe
5

Wenn Schmerzen kontinuierlich über ca. 6-12 Monate bestehen, können sie chronisch werden. Das heißt, chronischer Schmerz ist was ganz anderes als akuter Schmerz. Ich wurde auch über viele Jahre (ca.6) mit den Schmerzen alleine gelassen und wusste nicht was los ist. Keiner meiner noch so kompetenten Kniespezialisten schaute da drauf..... wurde nicht ausreichende medikamentiert, etc..... Nun habe ich neuropathische Schmerzen und ein CRPS (Sudeck). Und muss damit leben.

PS: Es wäre sehr wichtig für mich gewesen, zu wissen, was das nach der offenen Arthrolyse für mich heißt, eben dass nicht alles durch operieren behoben werden kann. Dann hätte ich es auch so meiner Umwelt mitteilen können und hätte mich mit meinen Einschränkungen, etc auseinander setzen müssen. So hing ich immer in der Luft und stellte mich selber oft in Frage.
--
Ich weiß, dass ich nichts weiß ! (Platon/Sokrates)

Dieser Post wurde am 03.08.2010 um 13:44 Uhr von kleinehexe editiert.
 
023
03.08.2010, 13:59 Uhr
Mellimaus
5

Ja das stimmt. Aber ich fühle much schmerzlich auch nicht so stark beeinträchtigt das uch meine Schmerztherapie zu brauchen. Ich meine ich habe ja so so gut wie keine Probleme. Ich denke da lacht much ja jeder mit aus mit so einer Kleinigkeit!
 
024
03.08.2010, 14:11 Uhr
panda13
2

... das ist überhaupt nicht so!

Mit den Schmerzen ist das tückisch. Auch ein vergleichsweise vielleicht seltener auftretender Schmerz kann zur Gewohnheit werden. Und du hast die ja schon 2 Jahre.

Ich habe im Laufe der Jahre erkannt, dass es verschiedene "Schmerzstufen" gibt (zumindest bei mir):

1 - nervig, aber gut zu ertragen (quasi so ein Ziehen, das stört...)
2 - da wird es dann schon unangenehmer; es bleibt einem kurzzeitig mal die Luft weg oder man zuckt zusammen; geht dann aber zügig vorbei
3 - ähnlich wie Stufe 2, aber anhaltend und schlimmer; in der Situation fällt es einem dann schwer zu sprechen oder man verkrampft sich, weil man es kaum aushält
4 - da wird es einem einfach nur noch schlecht oder schwarz vor Augen; unmöglich, mit dem Schmerz eine Bewegung zu machen bzw. einen Schritt zu tun. Manchmal plötzlicher Schweißausbruch oder es laufen instinktiv Tränen aus den Augen. Diesen Schmerz länger auszuhalten, ist dann einfach nur noch Folter und belastet den ganzen Körper (mir schlägt das dann auch auf den Magen...).

Egal, wo du deine Schmerzen einordnen würdest - auf Dauer, ist es für deine Schmerzregulation nicht gut, wenn du ihn aushältst.
Ich würde trotzdem mal zu einem Schmerztherapeuten gehen und vielleicht durch Neuraltherapie herausfinden, ob man die betroffenen Regionen nicht günstig beeinflussen kann - das geht durch gezielte kleine Injektionen... Vielleicht ist es ja nur eine Verklebung oder ein irritierter Nerv, den man gut behandeln kann.
Vielleicht kehrt dann etwas mehr Ruhe ein.

Liebe Grüße von Uschi

Dieser Post wurde am 04.08.2010 um 00:36 Uhr von panda13 editiert.
 
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